

DuschkabineAls stoße man ihm Nagel um Nagel in den Leib, als berühre an jeder erreichbaren Stelle eine eiserne Spitze die Haut, drücke sie unter Gewalt dagegen, drücke und drücke bis zum Bruch des Widerstands, als halte nun nichts mehr den Nagel davon ab, sich durch das Fleisch zu bohren, so prasselte das Wasser in Strahlen aus dem Duschkopf auf seinen Rücken. Nur keuchend war er in der Lage, stoßweise zu atmen, und der Druck des dampfenden Wassers machte ihm schwer zu schaffen – ob es ihm noch lange gelingen würde, seine Kraft dagegen anzustemmen? Doch just als er in einem verzweifelten Versuch sich aDuschkabine


Das Familienfest der LiebeErneut schallte die Türklingel durch den Flur und drang nur schwerlich durch den dichten Lärm der bereits Anwesenden im Esszimmer, doch mit seinem schrillen Klang bahnte es sich dennoch über das allgemeine Gelächter hinweg einen Weg bis zu den Ohren des Gastgebers. „Sohnemann!“, rief er heiter, „würdest du bitte die Türe öffnen? Danke.“ Mit einem stummen Seufzen schlurfte der Jugendliche hinaus, wo er hinter dem milchigen Glas der Eingangstüre zum Haus bereits die Umrisse der Verwandtschaft erkennen konnte – breit und rund, es mussten Tante väterlicherseits und ihr ManDas Familienfest der Liebe


Der SturzDer SturzDer Sturz
Der Wind umpeitschte ihn mit einer Härte, die er nicht für möglich gehalten hätte. Nur unter zehrendstem und schmerzhaftestem Kraftaufwand presste er sich Schritt um Schritt vorwärts, und stürmisch brausen und wallend rollte ihm das Unwetter schier greifbar entgegen, durch die Kleidung die Haut ergreifend, durch jede Pore die Kälte treibend bis ins Fleisch. Doch so unnachgiebig das Toben seinen Körper in unheilvolles Wanken versetzte, so sehr festigte, ja, versteinerte es gleichzeitig seinen Geist, welcher seinen Leib voranjagte wie ein Kutscher das störrische Ross, und schli


EisfeldSie lag auf dem Rücken und starrte nach oben. Die Kälte schien ihr nichts anzuhaben, obwohl der frostige Wind zornig pfiff. Sie regte sich nicht. Über ihr verblasste der Himmel in einem Dunst, der die bläulich-violetten Wolkenfetzen wie Wasserfarben zerrinnen ließ, bevor sie eine brauchbare Form zu erkennen geben hätten können. Wie ein Schleier brach und dämpfte dieser schwache Nebel die tief stehende Sonne, die weitläufigen Felder der Ebene waren in fahles Licht getaucht. War es Morgen? War es Abend? Sie wusste es nicht, zu lange war sie schon in ihren wirren Gedanken versunken dagelegen, ohne zuEisfeld